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„Mit Siebzehn“ – Gewalt und Triebe: starkes Coming-out-Kino

Die beiden Jungs Damien und Thomas kämpfen sich durch pubertären Irrsinn und finden zueinander. Kraftvoll und leidenschaftlich inszeniert

© WDR/Kool/Filmagentinnen

Damien (Kacey Mottet Klein, li.) und Tom (Corotin Fila) lernen für das Leben ... © WDR/Kool/Filmagentinnen

27.01.18 – Damien und Thomas „Tom“ gehen in dieselbe Klasse. Sie machen sich gegenseitig das Leben schwer, denn sie können sich nicht ausstehen – oder kaschiert ihrer Schroffheit ganz andere Gefühle und Begehrlichkeiten? Zunächst einmal stellt der eine dem anderen ein Bein, man beschimpft und prügelt sich.
Tom lebt bei seinen Adoptiveltern in den Bergen und nimmt täglich drei Stunden Weg für die Schule auf sich. Der blonde Damien wohnt im Dorf, zusammen mit seiner Mutter Marianne, die Ärztin ist. Damiens Vater ist als Soldat im Auslandseinsatz und meist abwesend. Als Toms Adoptivmutter ins Krankenhaus muss, lädt Marianne den Jungen ein, bei ihr und Damien zu wohnen. Die flirrend-aggressive Spannung zwischen den beiden jungen Männern wird im Zusammenleben immer deutlicher, dennoch kommen sie sich näher.
Das ist echt spannend erzählt, und die beiden Jungschauspieler sind erstaunlich präsent in ihrem Gefühlschaos aus Gewalt und Zärtlichkeit. André Téchiné ist 2017 damit eine Regie-Comeback gelungen. Der Film lief in der Sektion Panorama bei der Berlinale.

„Mit Siebzehn“, F 2017,
Nacht vom 29. zum 30.01., 0:05, WDR





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