Party

Sophisticated Underground: Der queere Club „Polygon“ wird eröffnet

Der Club Kosmonaut ist Geschichte! In den Räumen geht jetzt ein neues Partykonzept unter dem Namen Polygon an den Start

Oliver (li.) und Gary Mohns © Jason Harrell

09.03.18 – Den Kosmonat gibt es nicht mehr! Im Herbst übernahmen die „Revolver“-Veranstalter Oliver und Gary Mohns den Club am Ostkreuz. Kurz darauf wurde es allerdings still, mit der Silvesterparty war der Kosmonaut Geschichte. Doch all das war im Grunde geplant, denn die beiden Partyveranstalter starten nun mit einem spannenden und vielseitigen Konzept unter dem Namen Polygon ganz neu durch

Oliver, Gary, bisher wart ihr mit euren Partys immer zu Gast in Clubs anderer Betreiber. Warum habt ihr euch entschieden, einen eigenen Laden zu machen? Gary: Wir wollten einfach sicherstellen, dass die Leute auf unseren Partys nur das Beste bekommen. Wenn man so wie wir in bestehenden Clubs als Fremdveranstalter arbeitet, gibt es immer Einschränkungen durch das jeweilige Haus. Wir konnten dadurch viele Dinge nicht so umsetzen, wie wir das gerne wollten. Oliver hatte immer diesen Traum von einem eigenen Club. Und dann ergab sich die Gelegenheit. Es ist natürlich eine Menge Arbeit, aber wir sind sicher, dass der Club nach dem Umbau alle Erwartungen übertrifft.

Ihr habt den Laden unter dem Namen Kosmonaut übernommen. Warum habt ihr euch nach ein paar Monaten entschlossen, einen kompletten Neustart zu wagen, mit Renovierung und anderem Namen? Oliver: Das war eigentlich von Anfang an so geplant. Wir haben das Potenzial des Ladens gesehen, aber wir wussten, dass viele Sachen so nicht mehr gehen würden. Der Name Kosmonaut war einfach verbrannt. Das Beste war, einen Strich drunter zu machen und was Neues zu starten.

Wie kamt ihr auf den Namen Polygon? O: Es werden viele unterschiedliche Leute aus diversen gesellschaftlichen Gruppen in diesem Club zusammenkommen: Homos, Heteros, trans* Menschen, Drags aus PoC- und weißen Communitys und so weiter. Auch die Location selbst ist vielfältig: viele Räume, viele Ecken, viele Flure, viele Eingänge und Ausgänge. Man kann hier viele Dinge erleben, wir sind interaktiv. Wenn man einen Namen für etwas Vielfältiges finden muss, das man nicht genau benennen kann, dann kommt man irgendwann auf das Wort „poly“. Und so kamen wir auf Polygon.

Wie kann ich mir das Konzept des Clubs vorstellen? G: Sophisticated Underground. Wir werden einen House-Floor, einen Techno-Floor und einen Disco-Floor haben. Es wird rein schwule, aber auch gemischte Partys geben. Das Polygon wird ein interaktiver Club sein. An verschiedenen Orten wird es Touch-Pads geben, mit denen die Gäste in einigen Räumen selber die Lichtstimmung ändern können. Auch eine der Bars wird beweglich sein. Außerdem planen wir noch andere interaktive Features.

Ihr habt den Club und seinen Garten auch als Ort für andere Dinge vorgesehen, die tagsüber stattfinden sollen. O: Das Polygon soll ein kulturelles Zentrum werden. Wir wollen den Garten jeden Tag als Café öffnen. Es soll Yogaklassen, Designerflohmärkte, Konzerte, Musikworkshops, Holzworkshops und Kinovorstellungen geben. Die ganze Straße wollen wir außerdem mit Streetart ein bisschen freundlicher gestalten.

Interview: Jan Noll

Eröffnung Polygon, 09.03., 23:00

B:east, 10.03., 23:00, Polygon

polygon-club.berlin





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