Polizei

Neukölln: Schwuler Mann von einer „Familie“ angegriffen

Update! 27.05.17 – Heute meldete die Polizei, dass gestern Nachmittag in Neukölln ein Mann aus einer Gruppe von Frauen, Kindern und Männern heraus homophob beleidigt und angegriffen wurde. Der 35-Jährige gab an, er sei gegen 14:50 Uhr auf dem Hermannplatz an der Gruppe, bei der es sich seiner Vermutung nach um eine Familie handelte, vorbei gelaufen und von den Frauen und Kindern wegen seiner sexuellen Orientierung und wegen eines an einer Halskette getragenen Kreuzes beschimpft und beleidigt worden.

Die Männer der Gruppe sollen dann auf ihn eingeschlagen und getreten haben. Einer seiner Finger wurde dabei umgeknickt. Eine unbekannt gebliebene Passantin griff beherzt ein. Ihr sei es gelungen, den Angegriffenen in ein nahe gelegenes Lokal in Sicherheit zu bringen, von wo aus die Polizei gerufen wurde. Die alarmierten Beamten trafen wenig später weder die Helferin noch die Gruppe an. Der 35-Jährige wurde zur ambulanten Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die weiteren Ermittlungen hat der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen.

Update 28.05. - Laut Informationen der Berliner Morgenpost soll es sich bei dem Opfer um einen homosexuellen Christen aus Syrien gehandelt haben. Er wurde nach eigenen Angaben in arabischer Sprache schwulenfeindlich beleidigt.