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„So auf Erden“, schwules Drama mit Edgar Selge und Jannis Niewöhner

Die Ehe eines evangelikalen Paares gerät durch das Wiedererwachen schwuler Bedürfnisse in Bedrängnis

Jannis Niewöhner (li.) und Anton Spieker © SWR/Eikon Südwest GmbH/Christiane Pausch

30.09.17 – Das fromme Ehepaar Johannes (Selge) und Lydia (Walser) leitet eine evangelikale, freikirchliche Gemeinde im Raum Stuttgart. Sie nehmen den kranken und wie sich bald herausstellt, drogenabhängigen Musiker Simon (Niewöhner) bei sich auf, für sie eine Frage der aktiven Nächstenliebe. Doch bei Johannes meldet sich durch Simons Anwesenheit seine seit Jugendtagen unterdrückte Homosexualität zurück. In der Glaubensgemeinschaft gilt Derartiges nach wie vor eine Sünde, gegen die es anzukämpfen gilt ...
Der Plot scheint zunächst nicht auf der Höhe der Zeit, doch vielleicht kann er auch als exemplarisch gesehen werden für den politischen und auch moralischen Rollback, den die deutsche Gesellschaft derzeit erlebt ... In dem Fernsehfilm „So auf Erden“ von Till Endemann trifft tiefe religiöse Überzeugung auf schwule Versuchung. Ob die Reaktionen darauf zeitgemäß sind, ergibt sich beim Zuschauen. Die Besetzung jedenfalls spricht für Qualität: Edgar Selge und Franziska Walser als Pastoren-Ehepaar und Jannis Niewöhner („Jonathan“) als „Schlange im Paradies“.

„So auf Erden“, 04.10., 20:15, ARD




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