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„I want to break free – Pop vom anderen Ufer“

Zweiteilige Dokumentation über queere Popkultur von den 50er-Jahren bis heute, von der Subkultur bis zum Mainstream

Dragqueen Lady Bunny kennt sich aus in Pop und Kultur © Agat Films

10.06.17 – Von Ben Hur zu Tom of Finland, von Judy Garland bis Freddie Mercury und Madonna, von der Subkultur zum Mainstream ... Im Rahmen des Programmschwerpunkts „God Save the Queer“, heißt es am Freitag bei ARTE „I want to break free – Pop vom anderen Ufer“.

Hinter dem sonderbaren Titel verbirgt sich eine gut gemachte Dokumentation über queere Popkultur. Zahlreiche KommentatorInnen wie die Dragqueen Lady Bunny, der Autor Bryan Safi („Ellen Degeneres Show“), Fany Korral (Programmplanerin beim Lesben-Kultklub „Le Pulp“) oder der Regisseur Rosa von Praunheim berichten eigene Erlebnisse und kommentieren die Entwicklung der – wie es zunächst hieß – schwul-lesbischen Subkultur seit den 50er und 60er-Jahren; wie anfangs eher zaghaft nur in Subtexten „queere“ Inhalte und Botschaften kommuniziert wurden, egal ob in Film, Literatur oder Musik. Mit Mitteln der Kunst gegen Ausgrenzung war die Devise. Nach dem LGBT-Aufstand im Stonewall Inn 1969 und dem Beginn der LGBT-Emanzipationsbewegung wurde der Einfluss der queeren Popkultur zunehmend sichtbarer und die Ausdrucksformen immer selbstbewusster, wie auch viele Filmausschnitte und Musikvideos belegen.

„I want to break free – Pop vom anderen Ufer“, 16.06., 21:45, Teil 1 und 2, ARTE