Aktion

Breite Demo gegen Verdrängung und steigende Mieten

Zu einem Protestzug gegen die Entwicklungen auf dem Berliner Mietmarkt rufen über 240 Initiativen und Gruppen auf

Aus dem Mobivideo zur Demo auf Youtube, veröffentlicht von Bizim Kiez, mietenwahnsinn.info

13.04.18 – Gegen Gentrifizierung, steigende Mieten und Verdrängung richtet sich eine großangelegte Demonstration am morgigen Samstag, den 14.04. in Berlin. Start des Protestzuges unter dem Motto „Mietenwahnsinn widersetzen“ ist um 14:00 am Potsdamer Platz, von da aus geht es über Leipziger Straße, Friedrichstraße und Wilhelmstraße bis zu Mehringdamm, Obentrautstraße und Yorckstraße. Abschlussveranstaltung ist in der Goebenstraße, Ecke Potsdamer Straße mit Redebeiträgen und Konzerten.

Die Demo bildet den Höhepunkt einer berlinweiten Aktionswoche gegen Verdrängung, die bereits am 4. April begonnen hat. Unter den aufrufenden Gruppen sind das Bündnis Bizim Kiez, das Bündnis Zwangsräume verhindern, der Berliner Mieterverein und viele andere stadtpolitische Initiativen, Zusammenschlüsse und Vereine. Insgesamt beteiligen sich über 240 Gruppen – ein „so breites Bündnis, wie es zu einem stadtpolitischen Thema nach der Wende noch nicht zusammengekommen ist“, wie es auf der Webseite zur Aktionswoche, mietenwahnsinn.info, heißt.

Dies sei nötig, hinsichtlich der Entwicklungen in der Stadt: seit 2008 seien die Mietpreise im Berliner Durchschnitt um 76 Prozent gestiegen. Fast die Hälfte der MieterInnen in Berlin hätten Angst, sich ihre Wohnung in den nächsten zwei Jahren nicht mehr leisten zu können. Gefordert wird ein „radikaler Kurswechsel in der Wohnungs- und Mietpolitik“.

Eine der UnterzeichnerInnen ist etwa das Bündnis „Wir sind das Milieu – Gegen Mietwucher im Kungerkiez“, das sich im Sommer letzten Jahres aufgrund einer drohenden Mietsteigerung in einem Wohnhaus in der Karl-Kunger-Straße gegründet hatte. Die Aufforderung zu einem Kurswechsel richte sich an „alle Ebenen, sowohl die des Bundes, als auch die der Stadt und des Bezirks“, sagt Claudia vom Bündnis. Das Beispiel ihrer Initiative zeige, dass es etwas bringe, sich zusammenzuschließen – sowohl lokal als auch stadtweit. Sie rate deshalb allen, die von den Entwicklungen auf dem Mietmarkt betroffen sind, sich „in jedem Falle zu vernetzen, organisieren, mobilisieren und in die Öffentlichkeit zu treten. Im Bezirk vorsprechen, sich wehren.“

An der Demo am Samstag, die, neben dem Protest auf der Straße, auch eine weitere Vernetzung von Betroffenen und von bereits bestehenden Kiezinitiativen zum Ziel hat, haben laut Facebookzahlen bereits über 13.000 Menschen Interesse bekundet.

fs

Demo: Mietenwahnsinn widersetzen, 14.04., 14:00, Potsdamer Platz

mietenwahnsinn.info

Link zur Facebook-VA

 

 

 




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