Kino

Alle queeren Filme der Berlinale 2017

Welche queeren Filme ihr auf der Berlinale sehen könnt, erfahrt ihr bei uns

The Misandrists (c) Jürgen Brüning Filmproduktion / J.Jackie Baier

05.02.17 – Am kommenden Donnerstag, den 09. Februar, starten die 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Der niederländische Regisseur Paul Verhoeven („Basic Instinct“, „Der vierte Mann“) wacht diesmal als Jury-Präsident über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären. Welche queeren Langspielfilme und Dokumentationen ihr im Berlinale-Programm sehen könnt, findet ihr hier im Überblick (alphabetisch sortiert). Beim Klick auf den jeweiligen Filmtitel werden euch die Spielzeiten, Filmstills und -ausschnitte auf der Webseite der Berlinale angezeigt. Der Ticketvorverkauf beginnt am Montag, den 6. Februar, um 10 Uhr. Tickets können jeweils drei Tage im Voraus erworben werden, für die Wettbewerbswiederholungen vier Tage im Voraus. Am Tage der Vorstellung sind Tickets nur an den Tageskassen der Kinos und unter www.berlinale.de erhältlich. Viel Spaß bei der Berlinale!

Bing Lang Xue (The Taste of Betel Nut)
Hong Kong, China 2017, Regie: Hu Jia
Alltagsdrama, das vor dem Hintergrund eines zwischen Tradition und Moderne stehenden Chinas von einer Dreiecksgeschichte zwischen zwei jungen Männern und einer Frau erzählt

Bones of Contention
USA 2017, Regie: Andrea Weiss
Doku über die LGBTI-Opfer des spanischen Franco-Regimes

Call Me by Your Name
Italien/Frankreich 2017, Regie: Luca Guadagnino
Schwules Coming-out-Drama, an dessen Drehbuch mit James Ivory auch einer der bekanntesten schwulen Filmregisseure (u. a. „Maurice“, „Was vom Tage übrig blieb“) mitgearbeitet hat

Casa Roshell
Mexico/Chile 2017, Regie: Camila José Donoso
Doku über einen Club in Mexiko: „Im Casa Roshell lernen Männer tagsüber, wie man zur Frau wird; nachts steigt die Party.“ (Programmheft)

Casar Como Nossos Pais (Just Like Our Parents)
Brasilien 2017, Regie: Laís Bodanzky
Familiengeschichte, die in São Paulo spielt

Casting
Deutschland 2017, Regie: Nicolas Wackerbarth
Für ein Fernsehfilm-Remake von Fassbinders Klassiker „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ sucht die Regisseurin nach einer geeigneten Hauptdarstellerin, kann sich aber zwischen den verschiedenen Bewerberinnen nicht entscheiden

Ceux qui font les révolutions à moitié n'ont fait que se creuser un tombeau (Those Who Make Revolution Halfway Only Dig Their Own Graves)
Kanada 2016, Regie: Mathieu Denis, Simon Lavoie
Eine Gruppe junger linker Kanadier, die die Welt in der sie leben ablehnen, beginnen sich zu radikalisieren. In einer der Hauptrollen ist auch eine Transfrau zu sehen

Chavela
USA 2017, Regie: Catherine Gund, Daresha Kyi
Doku-Porträt der mexikanischen Ranchera-Sängerin und Lesbenikone Chavela Vargas, die in etlichen Filmen von Pedro Almodóvar zu hören ist

Discreet
USA 2017, Regie: Travis Mathews
Experimentell erzählte Mystery-Geschichte von Travis Mathews („Interior Leather Bar“, „I want your Love“) über einen schwulen Mann, der herausfindet, dass die Person, die ihn als Kind missbraucht hat, noch lebt

Dream Boat
Deutschland 2017, Regie: Tristan Ferland Milewski
Eine Woche lang begleitet die Doku eine Kreuzfahrt für schwule Männer

Ein Weg
Deutschland 2017, Regie: Chris Miera
Drama über ein schwules Paar, das seine Beziehung nach Jahrzehnten in Frage stellt

Fluidø
Deutschland 2017, Regie: Shu Lea Cheang
Im Jahr 2060 sind bei einigen Menschen die HI-Viren zu einem Gen mutiert, aus dem sich eine Droge gewinnen lässt, die zu dem Rauschmittel des 21. Jahrhunderts wird. Im Film sind u. a. Berliner Szenegrößen wie Alexander Geist, Aerea Negrot und Dieter Rita Scholl zu sehen

Freak Show
USA 2017, Regie: Trudie Styler
Der junge Cross-Dresser Billy lässt sich an seiner konservativen Highschool zur Wahl der Homecoming Queen aufstellen. In Nebenrollen sind u. a. Bette Midler und Laverne Cox zu sehen

God's Own Country
UK 2017, Regie: Francis Lee
Schwule Liebesgeschichte zwischen einem jungen Schafzüchter und einem rumänischen Wanderarbeiter, die auf einer Farm in Yorkshire spielt

I Am Not Your Negro
Frankreich/USA/Belgien/Schweiz 2016, Regie: Raoul Peck
Doku über James Baldwin, Autor und Leitfigur der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, dessen Homosexualität im Film allerdings weitgehend ausgeklammert wird

Die Jungfrauenmaschine
Deutschland 1988, Regie: Monika Treut
Lesbenklassiker von der diesjährigen Preisträgerin des Ehrenteddy Monika Treut

Karera ga Honki de Amu toki wa (Close-Knit)
Japan 2017, Regie: Naoko Ogigami
Transfrau Rino kümmert sich um die elfjährige Tomo, die auf sich allein gestellt ist

Maurice
UK 1987, Regie: James Ivory
Klassiker des Homo-Kinos mit Hugh Grant nach einem Roman von E. M. Forster

Mein wunderbares West-Berlin
Deutschland 2017, Regie: Jochen Hick
Doku über die queere Lebenssituation in West-Berlin von den 60ern bis in die 80er-Jahre, u. a. mit Romy Haag, Ades Zabel, René Koch

The Misandrists
Deutschland 2017, Regie: Bruce LaBruce
Eine radikale Lesbengruppe plant die feministische Revolution

Pieles (Skins)
Spanien 2017, Regie: Eduardo Casanova
Spanische Tragikomödie über Menschen, die nicht dem Schönheitsideal entsprechen

Ri Chang Dui Hua ( Small Talk)
Taiwan 2016 88', Regie: Hui-chen Huang
Die Regisseurin nähert sich in diesem Doku-Porträt ihrer lesbischen Mutter, die sich von ihrem gewaltätigen Mann trennte und ihre beiden Töchter alleine großzog

Strong Island

USA/Dänemark 2017, Regie: Yance Ford
Der Schwarze Trans*mann und Regisseur Yance Ford erzählt in seiner Doku von seinem Bruder, der als junger Mann erschossen wurde. Der weiße Täter wurde von einer ausschließlich aus Weißen bestehenden Jury freigesprochen

Una mujer fantástica (A Fantastic Woman)
Chile/USA/Deutschland/Spanien 2017, Regie: Sebastián Lelio
Drama über eine Transfrau, die plötzlich mit dem Tod ihres Geliebten konfrontiert ist. Der Film läuft im Wettbewerb.

Weirdos
Kanada 2016, Regie: Bruce McDonald
Teenie-Drama in Schwarz-Weiß über zwei jugendliche AußreißerInnen, die ein neues Leben suchen. Dabei geht es auch um das Entdecken der eigenen Sexualität.

The Wound
Südafrika/Deutschland/Niederlande/Frankreich 2016, Regie: John Trengove
Während eines Initiationsritus in den Bergen kommt der aufsässige Kwanda aus Johannesburg hinter das Geheimnis des Fabrikarbeiters Xolani: Er erwischt ihn beim Sex mit einem anderen Mann. Eine Entdeckung, die schwere Folgen nach sich zieht